1. Tag: Sonntag, 27. Mai 2001

Stadtrundgang in Tbilisi mit Kirchen, Synagoge und Moschee

Teil 1: Von der Metechi-Kirche zur Festung Narikala

> Teil 1: Metechi, Narikala
> Teil 2: Bäderviertel
> Teil 3: Kirchen in Tbilissi
> Teil 4: Synagoge
> Teil 5: Rathaus und Oper
> Teil 6: Deutsches Viertel

> Zur Geschichte von Tbilissi
> Stadtplan von Tbilissi

Das Denkmal von König Wachtang Gorgasal ("Wolfskopf") ist seit dem 19. Jh. eines der Wahrzeichen der Stadt und erinnert an die Gründung Tbilissis. Der georgische Reichtum im Mittelalter rührte nicht zuletzt vom Handel auf der Seidenstraße von Trapezunt nach China, die unterhalb der Metechi-Kirche vorbeiführte.

Denkmal König Wachtang Gorgassalis mit der Metechi-Kirche

Metechi-Kirche

Die weithin sichtbare Kirche wurde 1278 bis 1289 unter König Demetrius II. errichtet, nachdem der Vorgängerbau und der benachbarte Königspalast des 5. Jh. durch die Mongolen zerstört wurde. Die Lage der Kirche auf dem Felsplateau über dem Mtkvari (Kura) gibt den Altstadt-Häusern mit ihren hölzernen Loggien den malerischen Reiz. Die Metechi-Kirche gehört zum Typ der Kreuzkuppelkirchen, deren Kuppel auf vier freistehenden Pfeilern ruht. Ihr Grundriss ist fast quadratisch. An der Ostwand treten drei hohe halbrunde Apsiden in Erscheinung, eine Bauform, die eine neuartige Gliederung der Fassaden zeigt, die zur Spätphase der mittelalterlichen georgischen Kirchen zählt.

Festung Narikala (Die Unbezwingbare)

Gegenüber der Metechi-Kirche liegt auf dem Kamm eines Bergsporns der Baukomplex der Narikala-Festung. In ihren wesentlichen Grundformen geht die Burganlage auf das 8. Jh. zurück. Die sichtbaren Mauerteile und Baufragmente weisen auf das 13. Jh. In der Burgmitte ist an historischer Stelle in den letzten Jahren nach der Unabhängigkeit eine neue Kirche in der historischen Tradition errichtet worden.