2. Tag: Montag, 28. Mai 2001

Fahrt nach Mzcheta und Dzalissa

Teil 1: Mzcheta

> Teil 1: Mzcheta
> Teil 2: Sweti Zchoweli
> Teil 3: Dshwari-Kirche
> Teil 4: Kloster Samtawro
> Teil 5: Römische Stadt: Dzalissa

> Die georgisch-orthodoxe Kirche
> Der georgische Kirchenbau

Die Gegend um Mzcheta am Zusammenfluss der beiden wichtigsten Flüsse in Ostgeorgien - der Mtkvari und des Aragwi - gehört zum georgischen Kernland der antiken Reiche Kartli und Iberien. Es ist die am dichtesten besiedelte Gegend von Georgien und von alters her berühmt für den Obstanbau, vor allem Äpfel und Pfirsiche. Die Vielfalt der Sorten, allein über 100 verschiedene Pfirsichsorten, rührt von den kleinklimatischen Besonderheiten eines jeden Seitentales entlang der beiden großen Flüsse. Durch das innere Kartli führte seit der Antike die berühmte Nordroute der Seidenstraße, so dass hier eine Vielzahl von wichtigen Kulturdenkmälern entstanden ist.

Eine der ältesten und wichtigsten Städte Georgiens ist die alte Königshauptstadt Mzcheta, die von der Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends bis 458 die Hauptstadt der iberischen und kartlischen Könige war, ehe sie ins neugegründete Tbilissi verlegt wurde. Von Mzcheta ging im vierten Jahrhundert auch die Christianisierung Georgiens aus.

Archäologische Funde im Stadtgebiet und in der Umgebung weisen auf Beziehungen der Vorgängersiedlungen von Mzcheta mit Ägypten, den Hethitern, mit Babylon und Assyrien hin. Die Römer machten nach der Eroberung durch Pompejus 65 v. d. Z. Mzcheta zu ihrer Provinzhauptstadt. Antike Schriftsteller wie Plutarch, Strabon und Plinius berichten von einer Stadt mit beachtlichen Ausmaßen mit mehreren zusammengehörenden Festungen.

Armasziche (Festung des Armasis) ist die bekannteste Ausgrabungsstätte im Stadtgebiet, benannt nach dem Hauptgott Armasis, wohl einem Erntegott. Ausgegraben wurden Reste eines Königspalastes und eines Tempels, vor dem die überlebensgroße Statue des Armasis stand, die von einer großen Mauer der Festung mit umschlossen waren.